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Gewerbejournal für den Kaßberg, Kapellenberg, Schloßchemnitz, Altendorf inkl. Flemminggebiet, Rottluff

74. Jahrgang
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Einiges über unsere Wettersituationen

Aprilwetter

Foto: www.wikipedia.de

Als Aprilwetter wird „launisches“, wechselhaftes Wetter mit rascher Abfolge von Sonnenschein, Bewölkung und Regen (mitunter Schnee) bezeichnet.

Entstehung:

Im Frühjahr erwärmt sich die Luft über Südeuropa und Afrika aufgrund der unterschiedlichen Intensität der Sonnenstrahlung schneller als über Nordeuropa und dem Meer. Dadurch entsteht ein großes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd. Da der Unterschied anfangs sehr groß ist und die Lufttemperatur bestrebt ist, sich ausgleichen, kommt es an der Grenze, die sich im April gerade über Mitteleuropa befindet zu einem Tiefdruckgebiet.

Die warme Luft aus dem Süden vermischt sich mit der kalten Luft aus dem Norden. Die kalte Luft enthält viel Feuchtigkeit, während die warme Luft aus dem Süden relativ trocken ist. Auf dem Festland wird die kalte Luft nun erwärmt und steigt dadurch auf. Dabei entstehen Wolken.

 

In höheren Luftschichten befindet sich jedoch die warme Luft aus dem Süden die daraufhin absinkt. Dabei erwärmt sie sich weiter und löst vorhandene Wolken wieder auf.So entsteht das typische Aprilwetter mit kurzen Schauern, kräftigem Wind und teilweise wolkenfreien Tagen.

Sprichwörter:

• April, April, der macht, was er will!

oder

• April, April. der weiß nicht was er will!

• Aprilwetter und Kartenglück wechseln
  jeden Augenblick.

• Aprilwetter und Weibertreu, das ist
  immer einerlei!

• April - mehr Regen als Sonnenschein,
  dann wird's im Juni trocken sein.

Geschichte des Wetters und der Wetterbeobachtung

Als Wettergeschichte bezeichnet man Wetter-aufzeichnungen, wie sie in der Meteorologie, aber auch von Laien vorgenommen wurden. Die systematische Erfassung von meteorologischen Daten ist dabei auf die Neuzeit begrenzt, wenn es auch schon vorher vereinzelte Messungen oder gar kleinere Messreihen gab. Zur Rekonstruktion früherer Wetterereignisse werden daher unterschiedlichste Quellen herangezogen, deren Aussagequalität jedoch sehr stark schwankt. Anhand von Klimaarchiven und darauf aufbauenden Modellen ist man jedoch in der Lage die Klimageschichte zu rekonstruieren, welche in Einzelfällen auch Rückschlüsse auf einzelne Wettergeschehnisse erlaubt.

Gemessene Spitzenwerte:

In der Geschichte der Wetteraufzeichnungen ergaben sich unter anderem folgende Spitzenwerte, die auch mit dem Schlagwort „Wetterrekord“ versehen werden. Die Tabellen enthalten ausgewählte Werte und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Quelle: Wikipedia

 

 

Kriterium

Datum

Wert

Ort

Bemerkungen

Größte Niederschlagshöhe
in 24 Stunden

13. August 2002

312 mm

Zinnwald
(Sachsen)

vom 12. August 7:00 Uhr bis 13. August 7:00 Uhr;
zuvor 260 mm in Zeithain (1906),

Größte jährliche Niederschlagshöhe

1970

3.503 mm

Balderschwang
1.050 m über NN
(Bayern)

-

Geringste jährliche Niederschlagshöhe

1911

242 mm

Straußfurt
(Thüringen)

-

Höchste Temperatur

8. August 2003

40,3° C

Nennig
(Saarland)

zuvor mit 40,2° C Gärmersdorf (1983), Freiburg im Breisgau und Karlsruhe (jeweils 2003)

Niedrigste Temperatur

12. Februar 1929

- 37,8° C

Wolnzach,
Ortsteil Hüll
(Bayern)

Am Funtensee wurden am 24. Dezember 2001 von Messgeräten –45,9° C registriert.

Stärkste Windböe

12. Juni 1985

335 km/h

Zugspitze
(Bayern)

-

Weltweit:
 

Kriterium

Datum

Wert

Ort

Bemerkungen

Größte jährliche
Niederschlagsmenge

1860/1861

22.987 l/m²

Cherrapunji
1.312 m über NN (Indien)

vom 1. August 1860 bis 31. Juli 1861

Geringste Niederschlagsmenge
(Jahresmittelwert)

1932 bis 1986

0,7 l/m²

Oase Dachla
(Ägypten)

-

Höchste Temperatur

August 1922

57,3° C

El Asisija
112 m über NN (Libyen)

-

Niedrigste Temperatur

21. Juli 1983

- 89,2° C

Wostok-Station
3.420 m über NN (Antarktis)

Russische Forschungsstation

Stärkste Windböe

12. April 1934

416 km/h

Mount Washington
1.909 m über NN (New Hampshire)

-